DTM BMW Benz Audi

Über die Baustelle des Rennkalenders haben wir bereits berichtet. Um ein zusätzliches Wochenende zu finanzieren, müssen etliche Piloten und somit auch Ingenieure gehen.

Bei diesen Audi Piloten endet die DTM Karriere

Nach Martin Tomczyk (BMW) verlässt auch Timo Scheider (Audi) – neben Tomczyk ein langjähriger DTM-Pilot – nach stolzen 16 Jahren die DTM. Das Finale der Saison 2016 am Hockenheimring war Timo Scheiders 181. Rennen und auch das letzte seiner DTM-Karriere. In den vergangenen sieben Jahren blieb der große Erfolg aus – das Jahr 2016 zählt zu den schlechtesten seiner Karriere.

„Ich war und bin ein Vollblut-Racer. Was ich in Zukunft machen werde, ist noch nicht klar. Ich führe derzeit viele Gespräche und werde unter anderem auch beim Finale der Rallycross-WM teilnehmen. Vielleicht werde ich unter anderem diesen Weg in der Zukunft beschreiten“, so der 37-Jährige, die für seine Abschiedsworte mit stehenden Ovationen bedacht wurde.

Der Wechsel von Edoardo Mortara von Audi zu Mercedes wurde schon länger vermutet, ist aber erst nach dem Finale durch Mercedes bekannt gegeben worden. Dabei hat Mortara sich in den vergangenen Jahren zu einem absoluten Spitzenfahrer entwickelt. An seiner Stelle wird wohl jetzt vor allem Green gefordert sein.

Auch für Miguel Molina ist Schluss. Der Spanier hatte eine kuriose Saison absolviert. Molina punktete in den 18 Rennen nur ganze vier Mal, darunter waren allerdings zwei Siege und ein dritter Platz sowie am Ende 66 Punkte und Platz 13 in der Gesamtwertung.

Adrien Tambay schaffte in fünf DTM-Jahren den ersehnten Durchbruch nicht. 65 Rennen absolvierte er und stand dabei dreimal auf dem Podium. Tambay nimmt es sportlich, zumindest nach außen hin.

“Es ist offiziell, ich werde 2017 nicht mehr für Audi in der DTM fahren. Ich habe sehr schöne Momente erlebt und ich danke jedem, der Teil dieser Reise war und mich dabei unterstützt hat”, schrieb er bei Facebook.

Zwei Neuzugänge bei Audi

Einer der beiden Neuzugänge ist Rene Rast. Er stand seit vielen Jahren auf dem Sprung in die DTM. Der 30-Jährige blickt auf zahlreiche Testfahrten für Audi und auch BMW zurück – doch letztendlich klappte es aus unterschiedlichen Gründen nie. Stattdessen feierte Rast für Audi Erfolge im GT3-Rennwagen und später auf der Langstrecke. Für Audi gewann der frühere Porsche-Cup-Spezialist das ADAC GT Masters sowie die 24 Stunden am Nürburgring.

Der zweite Zugang bei Audi ist Loic Duval. Mit Duval setzt Audi auf ein völlig neues Gesicht in der DTM. Der 34-Jährige war zuletzt für den Hersteller in der WEC Langstrecken-WM unterwegs und stand nach Audis Ausstieg zunächst ohne Werkscockpit da.

Bei BMW nur zwei Abgänge

Das Martin Tomczyk auch nicht mehr in einem DTM-Boliden sitzen wird, hatten wir bereits berichtet: [Motorsport] DTM: Tomczyk beendet nach 16 Jahren seine DTM Karriere.

Auch für Antonio Felix Da Costa ist 2016 schluss mit der DTM. Er konnte in den ersten 14 Saisonrennen lediglich dreimal punkten und ist mit 16 Zählern der zweitschlechteste BMW-Pilot nach Tomczyk. Um seine Zukunft muss er sich aber keine Sorgen machen: Parallel zur DTM fährt er seit 2014 auch in der Formel E, wo er auch in der neuen Saison 2016/17 an den Start gehen wird.

Die voraussichtliche Fahrzeugbesetzung für die Saison 2017

Bei BMW: Wittmann, Glock und Farfus starten für RMG, Blomqvist, Martin und Spengler – für RBM. Die bisherigen Teams MTEK und Schnitzer wechseln auf die Langstrecke.

Bei Audi: Hinzu kommen Rast und Duval. Ekström, Rockenfeller, Green und Müller verbleiben weiterhin. Auf welche Teams die sechs Fahrer aufgeteilt werden, entscheidet Audi erst zu Beginn des neuen Jahres.

Bei Mercedes: Die Bekanntgabe wird sich noch bis Januar hinauszögern. Auch bei Mercedes werden mindestens drei Piloten gehen dürfen, da neben der Reduzierung von acht auf sechs Piloten/Rennboliden, auch noch Mortara zusätzlich zu Mercedes gewechselt ist.

Die Termine für 2017 stehen bereits fest: DTM Tickets 2017

Timo

25 Jahre, angestellter Fachinformatiker. Von klein auf begeistert an Motoren, Technik und Informationstechnik. Mit dem eigenen Auto folgte dann die Freude an der Autopflege.