Autowäsche

Wie fährt man mit Automatik durch die Waschanlage?

Wer zum ersten mal ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe fährt, muss die Gewohnheit ans Schaltgetriebe ablegen und sich umgewöhnen.

In der Waschanlage stößt man das erste Mal mit Automatik schnell an seine Grenzen. Denn was beim Schaltgetriebe relativ einfach ist, wird bei der Automatik zur Herausforderung.

In der einfachen Auto-Waschanlage wird die Automatik auf P (Parken) geschaltet, das Auto abgestellt und du verlässt dein Auto. In der Waschstraße wird das Auto bewegt und daher sind einige Dinge mit dem Automatikgetriebe zu beachten, um Schäden am Auto in der Waschstraße zu verhindern. Was dabei zu beachten ist, zeige ich dir jetzt:

Waschanlage mit Automatikgetriebe: N oder P?

Ob du das Automatikgetriebe in der Waschanlage in N oder P schalten solltest, kommt auf die Art der Waschanlage an.

Ist es eine Waschanlage oder eine Waschstraße zum durchfahren?

In der Waschanlage musst du das Auto verlassen und schaltest das Automatikgetriebe in den Parkmodus (P). Für die Waschstraße hingegen, müssen die Räder bewegt werden können und daher schaltest du in den Leerlauf (N). Was für deine Waschanlage gilt, kannst du an den Hinweisen der Waschanlage erkennen.

Die gängige Waschanlage ist häufig eine Portal-Waschanlage, in der du dein Auto parkst, das Automatikgetriebe vor dem Wegrollen sicherst und das Auto verlässt.

Automatikgetriebe: Parkmodus „P“ am BMW 3er Touring E91

Eine Waschstraße funktioniert da grundlegend anders: Du fährst mit deinem Auto in die Waschstraße und bleibst während des gesamten Waschvorgangs darin sitzen.

Dein Auto fährst du in eine einspurige und von Zahnrädern betriebene Förderung, die die Räder von deinem Auto für ca. 70 Meter zieht. Währenddessen wird dein Auto durch verschiedenste Bürsten von Außen gereinigt und alles passiert vollautomatisch.

Kann man in der Waschanlage den Motor anlassen?

Den Motor laufen lassen während das Auto gereinigt wird, klingt nicht nach einer Umweltschonenden Lösung. Es ist aber der einfachste und zugleich sicherste Weg das Auto und die Waschanlage vor Schäden zu bewahren.

Aber darf man den Motor überhaupt in der Waschanlage laufen lassen?

Das unterscheidet sich je nach Anbieter: In der Regel ist es kein Problem, den Motor während der Autowäsche laufen zu lassen. Ansonsten kannst du es an den Hinweisen erkennen. Für die automatische Waschstraße ist ein eingeschalteter Motor der sicherste Weg, damit die Assistenzsysteme sich nicht deaktivieren und beim Befahren der Waschstraße Schäden verursachen.

Es ist also der beste Weg, den Motor in der Waschanlage laufen zu lassen, wenn es so als Hinweis vor der Einfahrt vom Anlagenbetreiber geschrieben steht.

Warum muss der Motor während des Waschvorgangs laufen?

Bevor du in die Waschstraße einfährst, siehst du mehrere Hinweise, die du vor der Einfahrt beachten musst. Die Hinweise dienen dem Schutz vor Schäden an deinem Auto und der Waschanlage.

Ein Hinweis sagt dir, dass du den Motor in der Waschanlage laufen lassen sollst.

Warum der Motor in der Waschanlage laufen soll?

Wird der Motor vor dem Waschvorgang ausgeschaltet, können sich elektronische Assistenzsystem aktivieren und das Auto während des Waschvorgangs beschädigen. Darunter zählt das Automatikgetriebe, die Lenkradsperre, die elektronische Handbremse, die Aussenspiegel und der Regensensor.

Daher steht nicht ohne Grund an fast jeder Waschstraßen-Einfahrt:

  • Motor an
  • Gang raus und Automatik auf N/0
  • Handbremse lösen und elektrische Feststellbremse deaktivieren

1. Automatikgetriebe

Ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe ist dazu ausgelegt, das Fahrzeug jederzeit vor dem unabsichtlichen Rollen zu Sichern.

Daher wird es häufig erschwert, ein Fahrzeug mit Automatik in den Leerlauf zu versetzen, nachdem der Motor ausgeschaltet wurde.

Probier es mal aus, das ist tatsächlich nicht so einfach wie gedacht.

Das ganze habe ich mal mit der Automatik an meinem BMW E91 versucht:

Den Motor ausgeschaltet, was nur im Parkmodus (P) funktioniert und dann versucht in den Leerlauf (N) zu schalten: Pustekuchen, die Automatik ist im Parkmodus gesperrt und lässt ohne Zündung kein Schalten vom Getriebe zu.

Wie das beim 3er BMW der Modellbaureihe E90/E91/E92/E93 trotzdem funktioniert, den Motor auszuschalten und die Automatik in den Leerlauf zu bringen, erkläre ich dir weiter unten im Beitrag.

Der einfachste und sicherste Weg mit dem Automatikgetriebe in der Waschstraße ist es, den Motor eingeschaltet zu lassen und die Automatik in den Leerlauf (N) zu schalten.

So bleiben auch jegliche Assistenzsysteme eingeschaltet und sollten die Autowäsche nicht behindern.

2. Lenkradsperre

Das Schloss der Lenkradsperre sorgt dafür, dass das Lenkrad nicht bewegt werden kann.

Die Lenkradsperre dient Normalerweise für den Schutz vor Diebstahl, sobald kein Schlüssel im Zündschloss ist oder die Zündung beim Keyless-Go ausgeschaltet wurde.

Mit Keyless-Go ist es nicht notwendig den Schlüssel im Zündschloss zu haben und ermöglicht den Motorstart, sobald sicher der Schlüssel im Fahrzeuginnenraum befindet.

Damit die Lenkradsperre nicht aktiviert wird, lässt du den Schlüssel im Zündschloss stecken und achtest darauf, dass wenn Keyless-Go verbaut ist, die Zündung aktiv bleibt.

Denn in der Waschstraße muss das Lenkrad freigängig sein, damit es in der Spur gehalten und dazu bewegt werden kann. Ansonsten können schwere Schäden an den Felgen, dem Auto und der Waschanlage entstehen.

3. Elektronische Handbremse

Was das ganze noch zusätzlich erschweren kann, ist die elektronische Handbremse, die den automatischen Modus „Auto Hold“ zum Einschalten besitzt und sich dann je nach Situation automatisch aktiviert, ohne dass du es eventuell bemerkst.

Das automatische Einschalten der elektrischen Handbremse/Feststellbremse, kann in der Waschstraße zu Schäden an Auto und der Anlage führen.

Sorge vor der Einfahrt die Waschanlage dafür, dass die automatische Funktion „Auto Hold“ der elektrischen Handbremse deaktiviert ist.

Normalerweise kannst du die aktive Handbremse daran erkennen, dass im Tacho ein P Symbol aufleuchtet. Egal ob elektronische Handbremse oder manuelle Feststellbremse, die mit der Hand angezogen wird.

4. Keyless-Go

Das Keyless-Go ermöglicht dir ein Starten des Motors und das Einschalten der Zündung per Knopfdruck, ganz ohne Einstecken in das Zündschloss, sobald sich der Schlüssel im Fahrzeuginnenraum befindet.

In der Regel wird beim ausschalten des Motors auch die Zündung ausgeschaltet, was zur Folge haben kann, dass sich die zuvor erwähnte Lenkradsperre aktiviert und damit das Rad aus der Spur der Waschstraße befördern kann.

Mit eingeschaltetem Motor sorgst du dafür, dass beim Waschvorgang in der Waschstraße durch das Keyless-Go keine Schäden entstehen können.

Keyless-Go ist also nicht der direkte Verursacher bei ausgeschaltetem Motor, hat aber eine Reihe von Ereignissen zur Folge, die bei der Autowäsche von Nachteil sein können.

5. Regensensor

Der Regensensor sorgt für das automatische Wischen der Scheibenwischer und erkennt wieviel Feuchtigkeit sich auf der Windschutzscheibe befindet.

In der Waschanlage soll der Scheibenwischer natürlich nicht wischen, ist klar.

Das weiß der Regensensor im Automatikmodus aber nicht, weshalb die Scheibenwischerautomatik für die Waschanlage deaktiviert werden muss.

Aus diesem Sicherheitsgrund ist der Automatikmodus des Regensensors auch nach jedem ausschalten des Motors wieder deaktiviert, damit der Scheibenwischer nicht unbeabsichtigt eingeschaltet wird und Schäden verursachen kann.

Automatik in der Waschstraße: Der einfachste und sicherste Weg, der immer funktioniert

In der Waschstraße ist das Vorgehen in nahezu jeder Waschstraße gleich.

Das einzige was sich dabei unterscheiden kann, ist das Vorgehen um den Leerlauf mit eingeschaltetem Motor zu aktivieren. Das kann sich je nach Marke und Modell unterscheiden.

Die Schritte für die Waschstraße, dir ich dir gleich erläutere, funktionieren mit den meisten Automatikgetrieben.

So zum Beispiel auch an meinem BMW 3er Touring (E91).

Ob sich die Vorgehensweise mit dem Automatikgetriebe an deinem Auto unterscheidet, solltest du unbedingt vorher mal ausprobieren.

  1. Als erstes wird mit der Vorwäsche das Auto vom groben Schmutz und Ablagerungen befreit und gereinigt, damit die Bürsten in der Waschstraße frei von Sand und Steinchen bleiben und die Bürsten den Lack nicht beschädigen.
  2. Nach der Vorwäsche folgt die Einfahrt in die einspurige Waschstraße und erfordert deine Mitarbeit:
  3. Von einem Mitarbeiter wirst du in die Spur der Waschstraße gelotst, damit das Rad in die Führungsschiene passt und von der Waschstraße gezogen werden kann
  4. Der Mitarbeiter winkt dir ein kurzes „fertig“ zu, damit du das Auto für den Waschvorgang vorbereiten kannst:
  5. Tritt kurz auf die Bremse und schalte die Automatik vom Fahrmodus D (Drive) auf „N“ für Neutral, also den Leerlauf. Achte darauf die Bremse so kurz wie möglich zu aktivieren, damit die Waschstraße nicht am Ziehen der Räder gehindert wird
  6. Lass den Motor laufen und schalte ihn nicht aus!

Wird der Motor ausgeschaltet, kann sich je nach Fahrzeugmodell die Zündung ausschalten und hat dann zur Folge, dass die Lenkradsperre aktiviert wird.

Hinzu kommt, dass die automatische Handbremse (Feststellbremse) aktiviert werden könnte, sobald sie sich im Automatikmodus befindet.

Wie kann man mit Automatik in den Leerlauf schalten?

Wie ich dir schon weiter oben im Beitrag erläutert habe, ist ein Automatikgetriebe dazu ausgelegt, das Fahrzeug jederzeit vor dem unabsichtlichen Rollen zu Sichern.

Daher wird es häufig erschwert, ein Fahrzeug mit Automatik in den Leerlauf zu versetzen, nachdem der Motor ausgeschaltet wurde.

An meinem BMW 3er E91 Touring mit Wandler-Automatikgetriebe habe ich es nach viel Recherche und ausprobieren geschafft, den Motor auszuschalten und gleichzeitig den Leerlauf einzulegen.

In einem BMW kannst du den Leerlauf mit einem Automatikgetriebe nur bei eingeschalter Zündung aktivieren. Mit Keyless-Go und einem Start-Stopp-System gibt es einige Schritte zu beachten, die es schwieriger machen, als mit dem gewöhnlichen Zündschlüssel.

Kurzer Datencheck von meinem BMW E91, anhand dessen ich dir die Vorgehensweise gleich erläutern möchte:

Keyless-Go mit Start-Stopp Knopf
Automatik mit Wandlergetriebe: P, N, D, S & R

Und so funktionierts:

Auto-Waschstraße: Motor aus und Automatik in den Leerlauf

Um den Motor in der Waschstraße ausschalten zu können, musst du einige Dinge beachten, die sich je nach Hersteller und sogar nach Fahrzeugmodell unterscheiden können.

Das macht das Vorgehen sehr individuell und sollte unbedingt vorher getestet werden!

Das Einfahren einer Waschstraße mit Automatikgetriebe solltest du unbedingt vorher ausprobieren und üben, damit keine Schäden am Fahrzeug oder der Waschstraße entstehen!

So lässt sich an der BMW E90 Baureihe mit Automatikgetriebe der Motor ausschalten und der Leerlauf aktivieren:

  1. Tritt die Bremse und Schalte der Motor aus: Start-Knopf drücken oder Zündschlüssel umdrehen
  2. Das Getriebe steht auf P für Parken, sobald der Motor ausgeschaltet ist.
  3. Gehe mit deinem Fuß von der Bremse. Sonst wird er Motor wieder eingeschaltet, wenn ein Start-Stopp System verbaut ist
  4. Schalte die Zündung ein: Mit KeylessGo und Start-Stopp Knopf wird die Zündung mit dem Motor ausgeschaltet
    1. Nach der ersten Betätigung des Knopfes schaltet sich die Elektronik komplett aus
    2. Beim zweiten Drücken des Knopfes, wird die Zündung wieder eingeschaltet. Das kannst du daran erkennen, dass die Kontrolleuchten im Tacho aufblinken
  5. Ist die Zündung eingeschaltet, kannst du den Getriebehebel von P auf N schalten
  6. Voilá! Der Motor ist aus und der Leerlauf ist eingelegt.

Da in der BMW E90 Baureihe (E90/E91/E92/E93) das selbe Getriebe verbaut ist, wird es neben dem E91 auch in den anderen Modellen funktionieren.

Auch an anderen Fahrzeugen der Marke BMW sollte dieses Vorgehen funktionieren, da die von BMW verwendete Technik in fast allen Modellen die selbe ist.

Probiere es gerne mal aus und lass mich in den Kommentaren wissen, ob es funktioniert hat!

Den Leerlauf solltest du mit einem Automatikgetriebe nur dann einlegen, wenn du genau weißt was du zu tun hast, um den Motor auszuschalten und den Leerlauf einzulegen.

Denn das Problem in der Waschstraße ist, dass es dort meistens schnell gehen muss:

Dein Auto befindet sich beim Ausschalten des Motors bereits in der Führungsschiene der Waschstraße und wenn man sich nicht absolut sicher ist, was zu tun ist, kann man sich dann in der kurzen Zeit schnell verhaspeln.

Und besonders ungünstig ist es dann, wenn die Räder blockieren, sobald die Führungsschiene der Waschstraße die Räder ziehen möchte.

Fazit: Wie fährt man mit Automatik in die Waschanlage und in die Waschstraße?

In der Portal-Waschanlage, die du häufig an Tankstellen findest, wirst du dazu aufgefordert das Fahrzeug abzustellen und es für den Waschvorgang zu verlassen.

Dein Auto bleibt an Ort und Stelle stehen und die Waschbürsten bewegen sich um dein Auto und reinigen es.

Fertig ist der Lack.

Denn in der gewöhnlichen Waschanlage parkst du dein Auto und verlässt es. Das bedeutet: Die Automatik schaltest du in P für Parken und sicherst es gegen unabsichtliches Wegrollen.

In der Waschstraße hingegen ist es umgekehrt:

Dein Auto wird von einer Führungsschiene gezogen und an den Bürsten vorbeigezogen, während diese dein Auto reinigen.

Bedeutet, dein Auto bewegt sich und das erfordert den Freilauf der Räder, damit sie nicht aus der Führung der Waschstraße hopsen können.

Damit dein Auto durch die Waschstraße gezogen werden kann, darfst du keinesfalls das Automatikgetriebe in die Parkstellung (P) schalten: Ansonsten kann dein Auto nicht gezogen werden, weil es sich nicht von Ort und Stelle bewegt – vergleichbar mit einer angezogenen Handbremse.

Was dich in der Waschstraße mit einem Automatikgetriebe vor Schäden schützt und zugleich der einfachste Weg für die Waschstraße ist, erkläre ich dir weiter oben.

Es mag nicht der umweltfreundlichste sein, das stimmt.

Aber mit einem Schaden am Auto oder gar der Waschstraße ist dir und der Umwelt auch nicht geholfen!

Ob Waschanlage oder Waschstraße: Was später an Wasser auf dem Auto bleibt, hinterlässt hässliche Rückstände in Form von Kalk- und Wasserflecken.

Daher gehe ich nach jeder Autowäsche mit einem Mikrofasertrockentuch über den Lack. Besonders am Heckscheibenwischer sammelt sich das Wasser, ob mit oder ohne Schutzfolie.

Wird der Heckscheibenwischer mit einer Schutzfolie von der Waschstraße überzogen, verteilen sich die Wassertropfen beim Abziehen auf dem Lack der Heckscheibe.

Mit diesem Trockentuch nehme ich das Wasser auf und den Lack mache ich damit nach der Autowäsche furztrocken:

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Dann nehme ich einen Detailer zur Hand, mit dem ich den restlichen Schmutz entferne und der dem Lack ein letztes Finish mit Tiefenglanz verleiht:

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