Krautdub

[Motorsport] Zahlreiche Ausfälle in den 24h am Nürburgring 2019

Am vergangenen Wochenende fand das 47. Langstreckenrennen über 24 Stunden in der Grünen Hölle statt und es war wie immer voller Spannung, aber leider auch zahlreichen Crashs.

Das diesjährige 24h-Rennen musste zahlreiche Ausfälle in Kauf nehmen. 102 Fahrzeuge hielten die 24 Stunden-Distanz durch, der Rest schied wegen technischen Defekts oder Unfall aus.

Start des 24h-Langstreckenrennens

Die erste Startgruppe der GT-Fahrzeuge eröffnete das diesjährige Langstreckenrennen gegen 15.30 Uhr. Zwar Begann der Start recht kontaktlos und gut geordnet – außer bei dem Pechvogel Augusto Farfus im BMW M6 GT3, der direkt in der zweiten Kurve gedreht wurde –  allerdings wurde es umso heftiger mit den Ausfällen und Crashs gegen Abend.

Drei Minuten später startete die zweite Gruppe von Fahrzeugen und nach erneut drei Minuten fuhr die letzte Gruppe mit den langsamsten Fahrzeugen in die Grüne Hölle. Die insgesamt 155 Autos teilen sich auf in 24 Klassen. Die meisten Fahrzeuge kommen von BMW (45x) und Porsche (44x). Insgesamt waren die Rennwagen von 22 Herstellern am Start und die Fahrer kommen laut Veranstalter aus 32 verschiedenen Nationen.

Ferrari fängt Feuer

Nach den ersten beiden vergangenen Stunden fing plötzlich ein Ferrari 488 GT3 mit der Startnummer #55, Feuer am Heck. Der Pilot fuhr sogar noch einige Kurven, bis er den Rennboliden abstellt und mit Ach und Krach noch hinausklettern konnte:

Motorhaube hindert BMW M4 GT4 am Fahren

Doch richtig verrückt wurde es, als der BMW mit dem Nordschleifen-erfahrenen Rudi Adams am Steuer eines BMW M4 GT4 in Richtung Boxeneinfahrt mit einer offenen Motorhaube steuerte, um den Schaden beheben zu lassen. Der Pilot vom Team Leutheuser Racing&Events verpasste die Einfahrt und pilotierte den BMW stattdessen geradewegs in die Streckenbegrenzung, danach ist die Motorhaube zwar umgeklappt, aber der BMW war hin:

Horror-Crash auf der Döttinger-Höhe

Der wohl heftigste Crash der diesjährigen 24h vom Nürburgring verursachte der Mathol-Porsche #135 mit dem Piloten Robert Falco, als dieser auf der Döttinger Höhe auf den Nissan GT-R #38 von KCMG auffuhr:

Frühes aus für den Großteil der BMW M6 GT3

Bereits nach wenigen Stunden schrumpfte die sechsköpfige BMW-Flotte auf ein einziges Fahrzeug, wobei der Falken BMW M6 das mit Abstand beste Ende für sich hatte.

Einer der genannten BMW M6 GT3 – der Falken-BMW mit der Startnummer #33 – erreichte das Ziel mit dem sechsten Platz. Allerdings kann auch dieser die Leistung der Marke BMW in den 24 Stunden in diesem Jahr nicht kompensieren. Obwohl in der Spitzengruppe viele Zwischenfälle auftraten und am Ende den Land-Audi R8 auf den obersten Platz des Siegertreppchens spülten, war ein Podiumsplatz für BMW Motorsport schon früh außer Sicht. Die beiden ROWE-BMW, eines der Schnitzer-Fahrzeuge und der Walkenhorst-BMW schieden bereits vor Einbruch der Dunkelheit aus, in der Nacht erwischte es dann auch noch das zweite Fahrzeug von Walkenhorst Motorsport.

Auch Mercedes und Audi bleiben nicht von Ausfällen verschont

Gut fünf Stunden vor Ende des Rennens traf es auch die “Mamba“, den Mercedes-AMG GT3. Auf dem zweiten Platz liegend, war Maxi Götz der Leidtragende eines Folgeschadens. Die Lenkung versagte ihren Dienst und der Mercedes prallte im Streckenabschnitt “Hohe Acht“ in die Leitplanke – Götz blieb unverletzt, aber das Rennen war vorbei.

Dank zahlreicher Überholmanöver befand sich der Audi R8 LMS vom Team Land wenige Stunden vor Rennende auf Position zwei wieder. Damit war das Team auf einem sicheren Podiumskurs, als Kelvin van der Linde zweieinhalb Stunden vor Rennende aufgrund eines Reifenschadens, der die komplette rechte Seite des Fahrzeugs zerstörte, ausschied.

Podium

Seit der sechsten Rennstunde hatte der Manthey Porsche “Grello” (#911) die Führung übernommen und brachte diese auch souverän durch die Nacht. Wegen eines Tempovergehens bei „Code 60“, das mit einer Zeitstraße von ca. fünf-einhalb Minuten geahndet wurde, musste aber der Manthey Porsche rund zweieinhalb Stunden vor Rennende die Führung wieder abgeben.

Begünstigt durch diese Strafe und Ausfälle (u.a. Frikadelli Racing #31, Black Falcon #6, Land Audi #29) lag dann letztlich der Audi R8 LMS vom Team Phoenix mit der Startnummer #4 vorne und sah am Ende als Erster, nach 157 Runden die Zielflagge. Eine Runde dahinter kam der Manthey Porsche (#911) als Zweiter im Gesamtklassement ins Ziel. Den dritten Platz sicherte sich das Team von Black Falcon mit dem Mercedes-AMG GT3 (#3):

  1. Platz: Phoenix Audi (#4) mit den Fahrern: Pierre Kaffer, Frank Stippler, Frédéric Vervisch und Dries Vanthoor
  2. Platz: Manthey Racing Porsche (#911) mit den Fahrern: Kevin Estre, Earl Bamber, Michael Christensen und Laurens Vanthoor
  3. Platz: Black Falcon Mercedes AMG (#3) mit den Fahrern: Maximilian Buhk, Hubert Haupt, Thomas Jäger und Luca Stolz

Highlights 2019

Die Highlights des 24h-Rennen des Jahres 2019 könnt ihr nachfolgend in der Zusammenfassung des Youtube-Kanals ADAC TOTAL 24h-Rennen Nürburgring sehen.

Mein gut gemeinter Rat: Ton ausschalten, die Dauerschleife nervt 😉

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